Woran Sie erkennen, wann Sie Ihre RO-Membranen und -Filter wechseln sollten

Eine Umkehrosmoseanlage ist der beste Schutz für Ihr Aquarium, da sie Schadstoffe herausfiltert, bevor diese ins Wasser gelangen. Deshalb ist die regelmäßige Wartung Ihrer Umkehrosmosefilter so wichtig. Die größte Herausforderung für Aquarianer besteht darin, den richtigen Zeitpunkt für den Filterpatronenwechsel zu bestimmen. Aber es gibt gute Nachrichten!

Heute zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Filterkartuschen richtig überwachen, um die optimale Leistung Ihrer Umkehrosmoseanlage zu erzielen. Die gängigste Empfehlung in der Aquaristik lautet, Sediment-, Aktivkohle- und DI-Kartuschen alle 6–8 Monate und die TFC-Membran alle 2 Jahre zu wechseln. Dies ist zwar ein guter Ausgangspunkt, kann aber irreführend sein. Die tatsächliche Verschleißrate der Kartuschen hängt vom Verschmutzungsgrad Ihres Leitungswassers und der mit Ihrer Umkehrosmoseanlage produzierten Wassermenge ab.

Wir empfehlen, die Filterkartuschen entsprechend der durchgeflossenen Wassermenge auszutauschen. Standardmäßige 10-Zoll-Filterkartuschen mit 1 Mikron Sedimentfilter und 5 Mikron Aktivkohlefilter sollten alle 6 Monate oder nach 3.000 Gallonen (ca. 11.350 Liter) gewechselt werden, je nachdem, was zuerst eintritt. RO Buddie Sediment- und Aktivkohlefilterkartuschen sollten ebenfalls alle 6 Monate oder nach 1.500 Gallonen (ca. 5.700 Liter) gewechselt werden, je nachdem, was zuerst eintritt. Bitte beachten Sie jedoch, dass sich die Empfehlungen von 3.000 und 1.500 Gallonen auf die GESAMTmenge des durch Ihre Umkehrosmoseanlage geflossenen Wassers beziehen, nicht nur auf das gefilterte Wasser. Die meisten Umkehrosmoseanlagen haben ein Verhältnis von 1:3 zwischen gefiltertem und Abwasser. Das bedeutet, dass für je 20 Gallonen (ca. 76 Liter) gefiltertes Wasser 60 Gallonen (ca. 227 Liter) Abwasser anfallen.

Die TFC-Membran ist das Herzstück Ihrer Umkehrosmoseanlage. Sie entfernt 95–98 % der Verunreinigungen aus dem durchfließenden Wasser. Bei richtiger Pflege hält eine TFC-Membran ein bis zwei Jahre oder länger. Sie ist jedoch empfindlich und kann leicht beschädigt werden. Die häufigsten Ursachen für einen Ausfall der TFC-Membran sind versehentliches Durchleiten von heißem Wasser, Einfrieren des Systems oder Austrocknen der Membran. Ihre Membran kann auch verstopfen und ihre Leistung beeinträchtigen, wenn die Sediment- und Kohlefilter nicht häufig genug gewechselt werden, um Partikel (Sedimente) und Chlor/Chloramine aus dem Leitungswasser zu entfernen. Um Ihre Membran zu testen, müssen Sie den TDS-Wert sowohl des Leitungswassers, das in Ihr System einfließt, als auch des gereinigten Wassers, das die Membran verlässt, messen, bevor es die Filterkartusche passiert.

Ein Dreifach-Inline-TDS-Messgerät ist hier hilfreich, da eine der Inline-Sonden zwischen Membran und DI-Kartusche installiert werden kann. Alternativ können Sie einfach den Wasseranschluss Ihrer DI-Kartusche trennen und einen Teil des aus der Membran austretenden RO-Wassers auffangen. Nach dem Durchlaufen der Membran sollte Ihr Wasser zu etwa 95 Prozent frei von Schadstoffen sein. Beträgt der TDS-Wert Ihres Leitungswassers beispielsweise 100 ppm, sollte der TDS-Wert nach der Membran 5 ppm oder weniger betragen. Sobald Ihre TFC-Membran mehr als 5 % Schadstoffe durchlässt, muss sie ausgetauscht werden.

Wenn Ihr Leitungswasser relativ sauber ist oder Sie wenig Wasser verbrauchen, wechseln Sie die Filterkartuschen möglicherweise zu früh (und verschwenden dadurch Geld). Ist die Qualität Ihres Leitungswassers hingegen schlecht oder produzieren Sie größere Mengen Wasser, gelangen möglicherweise unbeabsichtigt schädliche Verunreinigungen in Ihr Aquarium. Wir empfehlen, die Mischbett-Deionisierungskartusche (DI) auszutauschen, sobald sich das Harz vollständig bernsteinfarben verfärbt hat oder der TDS-Wert dem des Wassers vor dem Eintritt in die DI-Kartusche entspricht. Glücklicherweise lässt sich der genaue Zeitpunkt für den Wechsel Ihrer Filterkartuschen ganz einfach bestimmen und erfordert nur wenige Hilfsmittel zur Überwachung Ihres Filterverbrauchs.

Das wichtigste Messgerät ist ein TDS-Messgerät, das die Gesamtmenge der gelösten Feststoffe in Teilen pro Million (ppm) misst. Digitale Inline-TDS-Messgeräte von HM sind besonders beliebt, da sie Messungen während des Betriebs der Umkehrosmoseanlage ermöglichen.

 


Veröffentlichungsdatum: 24. April 2022

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