Um die Funktionsweise der Umkehrosmose zu verstehen, ist es am besten, zunächst das Prinzip der Osmose zu begreifen. Osmose ist der natürliche Prozess, bei dem Wasser durch eine semipermeable Membran diffundiert. Dabei bewegt sich das Wasser von einem Bereich niedrigerer Konzentration zu einem Bereich höherer Konzentration. Dies lässt sich beispielsweise bei der Wasseraufnahme von Pflanzen beobachten. Bei der Umkehrosmose ist es jedoch umgekehrt: Das Wasser wird zu Bereichen niedrigerer Konzentration geleitet, anstatt zu Bereichen höherer Konzentration, da die Membran der Umkehrosmose Verunreinigungen zurückhält.
Die Umkehrosmoseanlage entfernt gelöste Feststoffe, Partikel und Lösungsmittel effektiver als andere Filtrationsverfahren. Dies ist auf den angewandten Druck und die selektive Eigenschaft der Membran zurückzuführen. Sie nutzt die Technik der semipermeablen Membran in Kombination mit mehreren Kohlefiltern. Diese werden je nach ihrer Position im Filtrationsprozess als Vor- oder Nachfilter bezeichnet. Das Wasser mit der geringsten Schadstoffkonzentration wird als Permeat, das Wasser mit der höchsten Konzentration als Sole oder Abwasser bezeichnet.
Phasen des RO-Systems
Ein typisches Umkehrosmose-System verfügt über ein bis fünf Filtrationsstufen. Am häufigsten sind Systeme mit drei, vier oder fünf Stufen. Wie erwartet, bietet die fünfstufige Umkehrosmose die höchste Wasserreinigungsstufe, da in der fünften Stufe essentielle Mineralien wieder zugeführt werden. Alle Umkehrosmose-Systeme arbeiten nach denselben Grundprinzipien und umfassen einen oder mehrere Sedimentfilter, einen Aktivkohlefilter und die Umkehrosmosemembran.
1. Stufe – Sedimentfilter
Dies ist typischerweise die erste (Vorfilter-)Stufe im Umkehrosmose-Filtrationsprozess. In dieser Stufe werden sichtbare Verunreinigungen wie Schlamm, Ablagerungen, Schmutz, Staub und andere Sedimente aus dem Wasser, das aus einer Wasserversorgungsquelle (z. B. Brunnen oder Leitungswasser) stammt, abgetrennt.
2./3. Stufe – Vorfilter mit Aktivkohle und RO-Membran
Der Kohlefilter und die Umkehrosmosemembran entfernen Chlor, flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und andere Verunreinigungen, die die Farbe oder den Geruch des Wassers beeinträchtigen können. Zu diesen Stufen gehören die voraktivierten Kohlefilter, die Umkehrosmosemembran und die Aktivkohlefilter.
4. Stufe – Semipermeable Membranen
In diesem Schritt werden weitere schädliche Chemikalien (wie Fluorid, Blei und Chrom) sowie andere Elemente entfernt, indem das Wasser durch die semipermeable RO-Membran gepresst wird. Dabei werden etwa 95 bis 98 % der gesamten gelösten Salze (TDS) im Wasser entfernt.
5. Stufe – Nachfiltration
Hier durchläuft das Wasser eine letzte Filtermembran, die verbleibende Partikel entfernt, die die vorherigen Filterstufen möglicherweise passiert haben. Die meisten 5-stufigen Umkehrosmoseanlagen nutzen eine Remineralisierung, um dem Wasser die in dieser Stufe möglicherweise entfernten Mineralien wieder zuzuführen. In der 5. Stufe verwenden unsere Umkehrosmose-Wasserfilter granulierte Aktivkohlefilter mit einer einzigartigen Mischung aus Kohle, die aus verbrannten Kokosnussschalen gewonnen wird.
6. Stufe – Verbesserte alkalische Filtration
Das im fünften Umkehrosmoseverfahren gewonnene Wasser ist rein, gesund und unbedenklich zum Trinken. Einige Umkehrosmosefilter verfügen jedoch über eine sechste Stufe zur Remineralisierung und Alkalisierung. Da beim Umkehrosmoseverfahren bestimmte Mineralien aus dem Wasser entfernt werden, dient die sechste Stufe dazu, diese wichtigen Mineralien wieder zuzuführen und gleichzeitig den Säuregehalt zu senken, um das Wasser basisch zu machen. Basisches Wasser bietet zahlreiche Vorteile, darunter eine verbesserte Hydratation und antioxidative Eigenschaften.
Veröffentlichungsdatum: 22. Mai 2022




