Dies deutet darauf hin, dass Häufigkeit und Intensität extremer Dürren und Überschwemmungen im Einklang mit den Durchschnittstemperaturen weiter zunehmen werden, wodurch Hunderte Millionen Menschen durch den Mangel an sauberem Wasser gefährdet sind. Städte wie Kapstadt spüren die Auswirkungen dieser Ereignisse bereits in vollem Umfang.
2018 sollte der Tag sein, an dem Kapstadt die Wasserhähne abdreht – der weltweit erste „Tag Null“. Die Einwohner hätten stundenlang an den Zapfstellen anstehen müssen, um ihre begrenzte Tagesration von 25 Litern Wasser zu erhalten, da der öffentliche Zugang zu Wasser aufgrund extremer Dürre eingestellt werden sollte. Es ist bekannt, dass einige Großstädte und viele weitere Städte in den kommenden Jahrzehnten ihren „Tag Null“ erreichen werden.
Wissenschaftler und Forscher arbeiten an verschiedenen Verfahren zur Süßwassergewinnung – von kleinen Anlagen bis hin zu kommerziellen und industriellen Systemen. Die gängigsten Entsalzungsverfahren sind derzeit thermische Entsalzungsanlagen und Membransysteme. Thermische Systeme nutzen Wärme. Obwohl Kesselanlagen recht teuer sind und einen hohen Energieaufwand erfordern, hat diese Methode die Süßwasserproduktion weltweit revolutioniert. Membransysteme hingegen benötigen keine komplexen Mechanismen. Sie arbeiten mit Druck und einer speziellen Membran, die nur Süßwasser durchlässt. Dadurch wird Süßwasser deutlich schneller gewonnen.
Weltweit leiden Städte unter Wasserknappheit. Der Klimawandel führt zu steigenden Durchschnittstemperaturen und anhaltenden Trockenperioden. Unter diesen Bedingungen steigt der Bedarf, doch ausbleibende oder verspätete Regenfälle reduzieren das Angebot und belasten die Ressourcen enorm. Diese Süßwasserknappheit in den Städten birgt die Gefahr, dass sie den „Tag Null“ erreichen. Der „Tag Null“ bezeichnet den geschätzten Zeitraum, in dem eine Stadt oder Region ihren gesamten Wasserbedarf nicht mehr mit Frischwasser decken kann. Der Wasserkreislauf ist eng mit Veränderungen der atmosphärischen Temperatur und der Strahlungsbilanz verknüpft. Wärmere Klimazonen führen zu höherer Verdunstung und gleichzeitig zu vermehrtem Niederschlag.
Bei HIDWir sind stolz darauf, zu den führenden Unternehmen im Kampf gegen den „Tag Null“ zu gehören und so viele Regionen der Welt wie möglich vor Wasserknappheit zu bewahren. Unser Forschungsteam arbeitet an der Entwicklung hochwertiger Membranen, die weniger Energie für die Gewinnung von Trinkwasser benötigen. Wir rufen die Weltgemeinschaft dazu auf, diese wertvolle Ressource bestmöglich zu schützen und gemeinsam gegen den „Tag Null“ anzukämpfen.
Veröffentlichungsdatum: 19. August 2021




